Arbeit

Abbau statt Neustart

Entlassungen und Tarifflucht beim Berliner Verlag

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Zum »Neustart« des Berliner Verlags steht die Ampel für viele Beschäftigte auf Rot: 
Sie müssen sich einen neuen Job suchen.

DuMont nennt es »Projekt Neustart«. Tatsächlich bedeuten die Pläne der Kölner Mediengruppe für ihre Hauptstadtzeitungen nichts als radikalen Abbau. Berliner Zeitung und Berliner Kurier werden in Zukunft redaktionell von einer neuen Newsroom GmbH bestückt – mit 50 gestandenen Beschäftigten weniger als in den bisherigen Redaktionen. Auch in Verlag und IT geht das Unternehmen rabiat vor: Das Call-Center DuMont Dialog wurde zum Jahreswechsel verkauft, der Berliner Standort des IT-Dienstleisters DuMont Systems wird zum 30. Juni dieses Jahres geschlossen. »Statt um Innovation geht es um Entlassungen, Arbeitsverdichtung und Tarifflucht«, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Bei Sozialtarifverhandlungen konnten ver.di und DJV Mitte Januar Abfindungen und Qualifizierungsmaßnahmen für von Jobverlust Betroffene erreichen.